Bild schwarz-weiß machen
Fünf Umrechnungsformeln, ein Kontrastregler und drei klassische Tonungen (Sepia, Cyanotypie und Selen) – alles direkt in Ihrem Browser berechnet.
Dateien hier ablegen
.jpg, .jpeg, .png, .webp · bis 50 MB
In Schwarz-Weiß umwandeln: So geht’s
- 1
Bild hinzufügen
JPG, PNG oder WebP, bis zu 100 Dateien auf einmal. Die Transparenz einer PNG-Datei übersteht die Umwandlung unangetastet.
- 2
Umrechnungsformel wählen
Luminanz BT.709 ist der Standard und wirkt natürlich. „Mittelwert“, „Entsättigen“ und „Einzelner Kanal“ geben dasselbe Foto jeweils anders wieder.
- 3
Umwandeln und herunterladen
Das Ergebnis behält das Originalformat und die Größe in Pixeln. Mehrere Dateien erhalten Sie als ein ZIP-Archiv.
Warum fünf Formeln statt einer
„Schwarz-Weiß“ ist kein einzelner Vorgang, sondern eine Entscheidung darüber, welche Farben zu welchen Grautönen werden, und zu verschiedenen Bildern passen verschiedene Entscheidungen. Luminanz BT.709 gewichtet Grün stark und Blau kaum. Das entspricht der Art, wie das Auge Helligkeit beurteilt, und Haut und Laub landen dort, wo man sie erwartet. BT.601 ist die ältere Fernsehgewichtung: Sie hebt Rottöne leicht an und schmeichelt oft warmen Innenaufnahmen. Ein einfacher Mittelwert aus Rot, Grün und Blau behandelt alle drei gleich, hellt blauen Himmel deutlich auf und ergibt den klassischen „flachen“ Look. Entsättigen nimmt die Mitte zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Kanal – dieselbe Rechnung wie beim Helligkeitskanal von HSL – und liefert ein sanfteres Bild mit weniger Kontrast. Bei einem einzelnen Kanal werden die beiden anderen ganz verworfen. Das ist das digitale Gegenstück zu einem Farbfilter, den man auf das Objektiv schraubt: Der Rotkanal glättet Haut und lässt rote Lippen überstrahlen, der Blaukanal macht einen blauen Himmel fast schwarz und lässt Wolken hervortreten.
Umgerechnet wird in linearem Licht
Bilddateien speichern Helligkeit nicht proportional: Ein Pixelwert von 128 ist nicht halb so hell wie 255, denn die Werte sind gammacodiert, damit der knappe Wertebereich eines Bytes dort eingesetzt wird, wo das Auge am empfindlichsten ist. Wer diese codierten Zahlen direkt mittelt, wie es die meisten schnellen Graustufenfilter tun, bekommt matschige Schatten und einen ausgewaschenen Himmel, weil im falschen Raum gerechnet wird. Dieses Tool wandelt jeden Kanal über eine Tabelle mit 256 Einträgen in lineares Licht um, gewichtet dort die Kanäle, passt den Kontrast an und rechnet danach zurück. Der Kontrast wird um den linearen Mittelpunkt herum angewendet. Wird er erhöht, öffnet sich der Tonwertumfang, statt dass die Lichter abgeschnitten werden.
Tonung – und warum die Schatten neutral bleiben
Sepia, Cyanotypie und Selen sind Verfahren aus der Dunkelkammer, und jedes hat eine typische Farbe: ein warmes Braun, das Blau einer Blaupause und ein kühles Violettgrau. Eine einfache Einfärbung multipliziert das ganze Bild mit dieser Farbe. Dadurch verfärbt sich das Schwarz, und das Bild wirkt wie auf farbiges Papier gedruckt. Hier wird die Tonung mit dem Grauwert jedes Pixels skaliert: Ein Pixel mit Helligkeit 10 verschiebt sich kaum, ein Pixel mit Helligkeit 240 bekommt den vollen Farbton. Schwarz bleibt schwarz, die Lichter tragen die Farbe, und das Ergebnis wirkt wie ein getonter Abzug statt wie ein Farbstich.
Nichts wird hochgeladen
Die Datei wird in diesem Browser-Tab mit WebAssembly-Codecs decodiert, umgewandelt und neu codiert. Es gibt keinen Server, keine Warteschlange und keine gespeicherte Kopie; um alles zu löschen, genügt es, den Tab zu schließen. Der EXIF-Block wird nicht ins Ergebnis übernommen, sodass Kameradaten und eventuelle GPS-Koordinaten dabei wegfallen.
Häufige Fragen
Wird das Foto irgendwohin hochgeladen?
Nein. Einlesen, Decodieren, Umwandeln und Codieren laufen lokal in Ihrem Browser. Zu keinem Zeitpunkt wird etwas über das Netzwerk gesendet. Deshalb funktioniert das Tool auch ohne Internetverbindung, sobald die Seite geladen ist.
Worin unterscheiden sich die Formeln?
Darin, wie viel jeder Farbkanal zum Grauwert beiträgt. BT.709 nimmt 0,2126 Rot, 0,7152 Grün und 0,0722 Blau; BT.601 nimmt 0,299 Rot, 0,587 Grün und 0,114 Blau; der Mittelwert nimmt von jedem ein Drittel; Entsättigen nimmt die Mitte zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Kanal; „Einzelner Kanal“ verwendet einen Kanal und ignoriert die übrigen. Bei einem farbenfrohen Foto liegen zwischen den Extremen leicht zwanzig Graustufen. Ein blauer Himmel kann je nach Wahl hell oder fast schwarz werden.
Warum ist die Schwarz-Weiß-Datei kleiner als das Original?
Weil die Farbinformation tatsächlich weg ist. JPEG speichert Helligkeit und Farbe getrennt, und sobald alle drei Kanäle dieselben Werte tragen, schrumpfen die Farbebenen beim Komprimieren auf fast nichts. Bei gleicher Qualitätseinstellung wird die Datei typischerweise um ein Viertel bis ein Drittel kleiner.
Wie erstelle ich ein Sepia-Foto?
Wandeln Sie wie gewohnt um und stellen Sie dann „Tonung“ auf „Sepia“. Eine Stärke von 60 ergibt einen dezenten, warmen Abzug; mit 100 wirkt das Bild kräftig und deutlich getont. Dieselbe Einstellung bietet Cyanotypie für ein kaltes Blau und Selen für das kühle Violettgrau eines selengetonten Silberabzugs.
Bleibt die Transparenz einer PNG-Datei erhalten?
Ja, Byte für Byte. Der Alphakanal wird unverändert übernommen, neu berechnet werden nur die drei Farbkanäle. Ein transparentes Logo kommt also transparent zurück, nur eben in Grau.
Kann ich die Farbe später zurückholen?
Nicht aus der Schwarz-Weiß-Datei: Die Farbinformation wird verworfen, nicht versteckt. Bewahren Sie das Original auf.
Wie viele Dateien kann ich auf einmal umwandeln?
Bis zu 100 Dateien mit zusammen 300 MB. Jede Datei wird einzeln mit denselben Einstellungen umgewandelt, und die Ergebnisse erhalten Sie als pulsarkit-black-and-white.zip. Lässt sich eine Datei nicht decodieren, hält das den Rest nicht auf; ein Hinweis nennt, wie viele übersprungen wurden.
Funktioniert das auch auf dem Smartphone?
Ja. Die Umwandlung durchläuft die Pixel nur ein einziges Mal. Ein typisches Smartphone-Foto braucht deshalb auf dem Smartphone wie auf dem Laptop nur einen Bruchteil einer Sekunde.