Zum Hauptinhalt springen
PulsarKit

Ein gescanntes Buch komprimieren: Was jede Stufe mit 60 Seiten macht

In einem Forum fragte jemand, wie sich der Scan eines Buchs mit 580 Seiten verkleinern lässt, ohne dass der Text leidet. Wir haben einen Scan mit 60 Seiten durch jede Stufe von „PDF komprimieren“ geschickt und Pixel, Größen und Wörter geprüft.

Von PulsarKit ·

Bei einem Scan heißt Textqualität Lesbarkeit

Im April 2026 fragte jemand in einem PDF-Forum, wie sich der Scan eines Buchs mit 580 Seiten und 33 MB auf etwa 25 MB bringen lässt, ohne dass die Textqualität leidet. In einem Scan sind die Wörter Bilder von Buchstaben. Textqualität bedeutet hier deshalb nur eines: Lesbarkeit, nachdem die Bilder kleiner geworden sind.

Am 20. Oktober 2026 haben wir in Chrome auf einem Mac einen Graustufen-Scan mit 60 Seiten und 200 dpi durch PDF komprimieren geschickt. Jede Seite ist ein JPEG mit etwa 1714 × 2210 Pixeln und etwa 770 kB, und das Tool zeigt die Datei mit 45 MB an, also 47,1 Millionen Byte.

Was die Komprimierung an einer gescannten Seite ändert

„PDF komprimieren“ arbeitet mit den Seitenbildern. Jedes Bild wird heruntergerechnet, falls es feiner aufgelöst ist, als die Stufe zulässt, und dann erneut als JPEG in der Qualität der Stufe gespeichert. Die neue Kopie wird nur behalten, wenn sie mindestens ein Zehntel kleiner ist. Eine unsichtbare OCR-Textebene, Links und Lesezeichen werden unverändert übernommen. Unter „Weitere Einstellungen“ entfernt „Bilder in Graustufen umwandeln“ die Farbe aus einem Farbscan, und Metadaten wie Titel und Autor werden gelöscht, sofern Sie das nicht ausschalten.

Manche Bilder bleiben auf jeder Stufe, wie sie sind: reine Schwarz-Weiß-Seiten mit einem Bit je Pixel, ob mit JBIG2, mit CCITT oder ganz gewöhnlich gespeichert, und Bilder im Format JPEG 2000. Das alles läuft in Ihrem Browser-Tab, und der Scan verlässt Ihr Gerät nicht.

Drei Stufen, dieselben 60 Seiten

„Beste Qualität“ setzt die Obergrenze auf 300 dpi und die Qualität auf 85. Unsere Seiten mit 200 dpi behielten deshalb jedes Pixel und wurden nur neu codiert. Schon das machte die Datei um ein Fünftel kleiner: 36 MB, etwas mehr als 600 kB je Seite, in etwa 30 Sekunden.

„Ausgewogen“ setzt die Obergrenze auf 150 dpi und die Qualität auf 65. Die Seiten hatten danach 1285 × 1657 Pixel, etwas mehr als die Hälfte der Pixel, und jeweils etwa 175 kB. Die Datei kam auf 10 MB, 77 Prozent weniger, etwa 31 Sekunden nachdem wir sie abgelegt hatten. Unsere Prüfung mit drei Seiten am 20. Oktober 2026 zeigte denselben Rückgang: Ein Scan mit 2,3 MB kam auf der Stufe „Ausgewogen“ mit 539 kB heraus.

„Kleinste Datei“ geht auf 96 dpi und Qualität 45: 823 × 1061 Pixel, weniger als ein Viertel der Pixel. Die Datei kam auf 3,9 MB, 91 Prozent weniger und unter 70 kB je Seite, in etwa 17 Sekunden.

Wie der Text aussieht

Unter der Vorschau zeigt „Nahansicht von Seite 1 bei 100 %“ denselben Ausschnitt vorher und nachher, in seiner Größe auf dem Papier. Auf Seite 1 blieb der Text bei 150 dpi und bei 96 dpi lesbar.

Bei „Kleinste Datei“ warnt das Tool, dass kleiner Text in Scans unlesbar werden kann. Prüfen Sie in der Nahansicht deshalb Fußnoten, Seitenzahlen und Tabellen, nicht nur Überschriften.

Bei einer Datei dieser Größe baut eine neu gewählte Stufe das Ergebnis nicht mehr von selbst neu auf, sobald ein Durchgang länger als drei Sekunden dauert: Das Tool zeigt „Ergebnis ist veraltet“, bis Sie auf „Ergebnis aktualisieren“ klicken.

Zielgröße: von 2 MB bis zur Grenze von 25 MB

„Zielgröße“ geht von einer Zahl aus. Zuerst ermittelte das Tool die Untergrenze, „Kleinstmögliche Größe dieser Datei: 1,4 MB“, und sperrte kleinere Ziele; 1 MB stand also nicht zur Wahl. Mit 2 MB dauerte die Suche etwa zwei Minuten und lieferte 1,8 MB. „Kleinste Datei“ hatte bereits 3,9 MB ergeben, dieses Ergebnis liegt also bei 72 dpi, unter jeder festen Stufe: Prüfen Sie die Nahansicht, bevor Sie die Datei versenden.

Die Suche beginnt bei voller Auflösung mit Qualität 65, dann 45, und senkt die Auflösung nur, wenn die Datei noch immer nicht passt. Sobald die Datei zum ersten Mal passt, hebt die Suche die Qualität wieder an, bis die Datei nicht mehr als ein Zehntel unter dem Ziel liegt, in höchstens acht Durchgängen. Eine leichte Verkleinerung, etwa von 33 MB auf 25 MB, behält deshalb jedes Pixel, sofern Qualität 45 bei voller Auflösung passt. Ein eigenes Ziel geben Sie in Kilobyte ein; lassen Sie etwas Spielraum, etwa 24000 für eine Grenze von 25 MB.

Während der Suche hält „Zielgröße“ jede decodierte Seite im Arbeitsspeicher; eine feste Stufe bearbeitet ein Bild nach dem anderen. Bei einem langen Buch ist eine feste Stufe deshalb die sparsamere Wahl. Geht dem Browser der Arbeitsspeicher aus, sagt das Tool das und bietet „PDF trennen“ an.

Wann OCR zählt und wann Aufteilen besser ist

Durch Komprimieren wird ein Scan nie durchsuchbar. Wollen Sie die Wörter suchen oder kopieren, lassen Sie zuerst OCR PDF laufen, und zwar auf dem Scan in voller Auflösung: Die Texterkennung liest dieselben Pixel, die das Komprimieren ausdünnt. „OCR PDF“ arbeitet auf unserem Server: Die Datei wird hochgeladen und nach der Verarbeitung gelöscht, das Ergebnis nach etwa zwei Stunden. Eine Datei darf bis zu 500 Seiten und 300 MB haben, ein Buch mit 580 Seiten durchläuft die Erkennung also in zwei Teilen: Teilen Sie es mit PDF trennen auf, lassen Sie für jeden Teil die Texterkennung laufen, fügen Sie die Teile in PDF zusammenfügen wieder zusammen und komprimieren Sie erst dann.

Aufteilen eignet sich für Seiten, die schon schlank sind, wenn der Empfänger mehrere Dateien annimmt. Das Buch aus dem Forum hat etwa 57 kB je Seite, weniger als unseres nach „Kleinste Datei“; sind das Seiten mit einem Bit je Pixel, liefert jede Stufe ungefähr dieselbe Größe. PDF nach Größe aufteilen zerlegt ein PDF in Teile unter einer Grenze, etwa der fertigen Voreinstellung von 25 MB, in der Reihenfolge der Seiten und ohne neu zu codieren: der einzige Weg hier, der jedes Pixel so lässt, wie es gescannt wurde.

„PDF komprimieren“ ist eines von über 200 kostenlosen Tools bei PulsarKit, ohne Konto und ohne Abo. Es nimmt Dateien mit bis zu 300 MB an; Text erkennt es nicht, und einen Schwarz-Weiß-Modus hat es nicht.

Tools aus diesem Artikel

Weiterlesen